Was ist Zucht?
  • Zucht


    Grundsätzlich ist jeder ein Züchter, der Rüde und Hündin verpaart. Daher muss man sich fragen, was zeichnet einen guten Züchter aus? Die Pflicht eines guten Züchter ist die Erhaltung der Gesundheit und somit der Lebenstüchtigkeit einer Rasse. Des weiteren heißt es Leistungsfähigkeit der Rasse zu erhalten oder sogar zu verbessern. Züchten bedeutet veredeln und nicht vermehren. Leider tragen sehr viele dubiose Züchter, denen die einzelnen Bestimmung der jeweiligen Zuchtverbände zu streng sind, mit ihrer wilden Zucht zu Überproduktion von Hunden bei. Hier reden wir allerdings von Vermehren und nicht vom Züchten. Der gute Züchter ist sich seiner großen Verantwortung bewusst und zwar der Verantwortung, die der Züchter für jeden einzelnen Hund aus seiner Zucht trägt und das ein Leben lang.

    Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.
    Antoine de Saint-Exupery (Der kleine Prinz)

    Im Unterschied zu der freien Fortpflanzung der Mischlinge, die durch den Menschen kaum oder gar nicht kontrolliert wird, wird die Rassehundezucht durch den Züchter gesteuert. Hier spricht man von genetisch durchdachten Verpaarungen. Verantwortungsvolles Züchten bedeutet, züchten auf Gesundheit, Intelligenz, Leistungsfähigkeit und dann erst Schönheit!

    Der Sieger.- oder Championtitel bietet keine Garantie auf eine gute Nachzucht. Sieger oder Championtitel sind nichts anderes, als ein nicht vererbbares Prädikat für Schönheit nach Beurteilung eines Richters.
    Wir möchten Lagotti züchten, die dem Standard des Lagotto Romagnolo der Federation Cynologique Internationale (FCI) entsprechen. Die für uns wichtigsten Eigenschaften des Lagotto sind Gesundheit, Intelligenz, der Wille zu arbeiten, sein liebenswertes Temperament und seinen unbedingten Willen zu gefallen.

    Mittlerweile ist es wissenschaftlich erwiesen, dass die Genetik nur zu 35% die Leistung eines Welpen bestimmt, die restlichen 65% sind abhängig von Training, Förderung, Ernährung und Stimulation des Welpen.

    Hier setzen wir als verantwortungsbewusste Züchter an und wenden die Erkenntnisse der Neurologischen Frühstimulation an.
  • F N S


    Frühzeitige neurologische Stimulation bei Welpen

    Mittlerweile ist es wissenschaftlich erwiesen, dass die Genetik nur zu 35% die Leistung eines Welpen bestimmt, die restlichen 65% sind abhängig von Training, Förderung, Ernährung und Stimulation des Welpen.
    Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, uns mit der frühzeitigen neurologischen Stimulation von Hundewelpen zu befassen.
    Zum Verständnis dieser speziellen Förderung, lohnt sich ein Blick auf zahlreiche Studien mit Kindern und Jugendlichen. Kinder, welche in ihrer frühen Entwicklung nur geringe Stimulation, wenig Sozialisierung , Förderung und Reize in Familie und Umfeld erfahren durften, erzielten bei Vergleichstest was Intelligenz, Leistungsbereitschaft, Selbstwertgefühl und Stressresistenz deutlich schlechtere Ergebnisse als Kinder, die in einer abwechslungsreichen, liebevoll fördernden Umgebung aufwuchsen.

    Was bedeutet die neurologische Frühstimulation nun für unsere Welpen?
    Wir arbeiten eng mit einer gut befreundeten und sehr erfahrenen Hundetrainerin zusammen, sodass eine professionelle Überwachung gewährleistet ist. Es gibt mehrere Übungen, die mit den einzelnen Welpen vom 3. - 16. Lebenstag durchgeführt werden. Die Welpen befinden sich in der Zeit in der vegetativen Phase in der Augen und Ohren noch vollständig verschlossen sind.

    So werden zum Bespiel bei einer Übung, die Zehen der Welpen zärtlich massiert oder bei einer anderen die Welpen für einige Sekunden auf den Rücken gedreht.
    Studien haben gezeigt, dass diese Übungen geringen Stress bei den Welpen auslösen und sie dadurch deutlich gelassener und stressresistenter heranwachsen als ungeförderte Welpen.
    Natürlich werden diese Übungen sehr vorsichtig und behutsam durchgeführt und auch jeweils nur für eine sehr kurze Zeitspanne bis der kleine Welpe wieder zu seinen Wurfgeschwistern und der Mutterhündin in die Wurfkiste darf.

    Sozialisierungsphase :

    Im Anschluss an die vegetative Phase, folgt ab ca. dem 16. Tag die Sozialisierungsphase, die ganz deutlich mit Öffnen von Augen und Ohren startet. Von nun an erfassen die Welpen mit all ihren Sinnen ihre Umwelt.
    Unsere Welpen leben bei uns im Haus, die Wurfbox steht im Wohnzimmer. Das ermöglicht ein vollständiges Einbeziehen und Erleben des Alltages mit all seinen Geräuschen, Gerüchen und Reizen sowie mit unseren anderen Lagotti und den beiden Katzen unserer Familie.
    Sobald die Welpen selbstständig die Wurfbox verlassen, dürfen sie ihr neues Reich in einem großen Kinderlaufgitter im Wohnzimmer erkunden, nach einigen Wochen und angemessenem Wetter kommt dann noch ein Welpenauslauf im Garten dazu.
    Bereits jetzt werden unsere Welpen auf die Hundepfeife konditioniert, erste spielerische Übungen, sowie die Stubenreinheit wird bereits unterstützt.
  • Ernährung


    Natürlich ist Muttermilch nicht nur das Beste für die Welpen in den ersten Wochen, sondern lebenswichtig. Muttermilch ist wichtig für die Entwicklung eines gesunden Immunsystems und einer gesunden Darmflora. Nach den ersten Wochen fangen wir an, die Welpen beizufüttern. Wir ernähren sie in ersterline Barf. Da wir aber nicht davon ausgehen können, dass alle unsere zukünftigen Welpenbesitzer ihre Hunde auch barfen, erhalten sie auch bei uns hochwertiges Trockenfutter.

    BARF
    Biologisch Artgerechtes Rohes Futter

    Es ist Zeit damit aufzuhören. Barfen ist leicht. Barfen ist keine Religion. Barfen ist einfach nur Hunde füttern. Es besteht kein Grund ein Brimborium drum zu machen. Es ist nicht entscheidend, ob der Hund ein bisschen Getreide bekommt oder 30 % statt 10 % Gemüse. Es ist nicht entscheidend, ob der Hund zwei Mal am Tag frisst oder nur ein Mal alle zwei Tage. Entscheidend ist, dass man sich am Beutetier orientiert und abwechslungsreich füttert. Entscheidend ist, dass das Futter frisch und möglichst unbehandelt ist und dass man weiß, was der Hund tatsächlich an Zutaten bekommt.
    Swanie Simon - Barf - S.9 Verlag Drei Hunde Nacht Münchweiler - 5. Auflage, Mai 2012
    Zu den Pflichten eines jeden verantwortungsvollen Züchtern gehört es, alles immer wieder zu hinterfragen, zu beleuchten und gegebenenfalls neue Schlüsse für sich und den Hunden zu ziehen. So haben auch wir die Ernährung unserer Hunde hinterfragt und neu bewertet. Auch wenn es ein wunderschöner Anblick ist, wenn sich alle unsere Hunde mit Wonne und Lust auf den vollen Napf mit Frischfleisch stürzen, so ist die Zusammensetzung und die Kontrolle des BARF-Fleisches nicht immer leicht zu überprüfen. Da wir nicht auf die Ausrüstung eines Labors zurückgreifen können. So müssen wir uns einzig auf unser Gefühl verlassen. Das sagt uns, begründet aus den gemachten Erfahrungen, das wir in der nächsten Zeit auf kontrolliertes Trockenfutter zurückgreifen. Die Futterindustrie ist aus einigem Interesse sehr daran interessiert, ein ausgewogenes vollwertiges und mit allen nötigem angereicherten Zusätzen versehendes Futter unseren Hunden in den Napf zu bringen. Vor allem aber gut kontrolliert. Kontrolliert, was die Inhaltsstoffe angeht, die im gelieferten Fleisch steckt. So ist eher gewährleistet, dass der Anteil von zB. Hormonen oder Belasteten Stoffen, nicht in das Futter gelangt. Ja sicher, auch hier müssen mir uns auf unser Gefühl verlassen, dass richtige Futter von richtigen Hersteller zu verwenden. Für uns ist es aber in der nächsten Zeit klar, diesen Weg zu gehen. Sicher kommt an dem ein oder anderen Tag auch für unsere Hunde frisches Fleisch in den Napf. Den auch hier ist eins sicher: die Dosis macht´s.